Kunst im Kirchenraum
13.01.2007 bis 17.02.2007 St. Antonius Düsseldorf Oberkassel
Sie wissen sich schon zu behaupten, die Bilder von Ingo Wegerl, auch in der farbig aufwändig gestalteten
St. Antonius Kirche in Oberkassel, wo der Mönchengladbacher Künstler bis zum 11. Februar "Kunst im Kirchenraum"
zeigt. Eindringlich, ein wohltuendes Einlassen herausfordernd, schaffen sich die Arbeiten Raum für Betrachtung
und Reflexion. Woher diese Empfindsamkeit herrührt, erfuhren die zur Ausstellungseröffnung zahlreich erschienenen
Besucher bei einem Künstlergespräch, das der renommierte Kunstberater Helge Achenbach überaus persönlich und
kunstsinnig mit dem 54-jährigen Künstler führte. Dabei wurde sowohl Einblick in die künstlerischen Finessen
verschafft: der Symbiose klassischerer Malerei und zeitgenössischer Transformation, als auch dem persönlichen und
künstlerischen Werdegang Wegerls nachgespürt. So zeigte sich, dass insbesondere die Aufenthalte in der Toskana,
wohin sich der Künstler über Jahre hinweg für etliche Monate zurückzog, für das Aufgreifen religiöser Themen von
Bedeutung waren. Sie wurden zum Bestandteil seines umfassenden Oeuvres. Entsprechend sind in St. Antonius der Renaissance
entlehnte, tiefgründig verfremdete Kreuzigungsdarstellungen und Abendmahlszenen, sowie auch Porträts der Päpste Johannes
Paul II. und Benedikt XVI. zu sehen. Des Weiteren sind es Werke, die religiöse Motive aufgreifen oder aber in motivischer
Weiterführung einen religiösen, moralisch ethischen Anspruch erheben.
Zu dieser Ausstellung erscheint eine Druckgrafik
von Ingo Wegerl
In einer Auflage von 100 Exemplaren
nummeriert und signiert,
zu Gunsten des
"Knack Punkt"
Notschlafstelle für wohnungslose
Mädchen und junge Frauen in Düsseldorf.
Dramatische Verelendung von Mädchen und jungen Frauen in der Drogenszene und auf dem Straßenstrich.
Immer jüngere Mädchen - immer brutalere Freier. Keine Seltenheit: minderjährige Prostituierte zwischen
14 und 17 Jahren. Der Knack-Punkt als Düsseldorfs erste Notschlafstelle für Mädchen und junge Frauen,
wurde eingerichtet, um ihnen die nächtliche Anlaufstelle zu bieten, in der sie von den lebensbedrohlichen und
erniedrigenden Bedingungen der Straße Abstand gewinnen können. Er dient als Schutzraum, in dem die Klientinnen
zur Ruhe kommen können und ernst genommen werden.